Landwirtschaft braucht Flächen, um unsere Lebensmittel zu produzieren. Der Flächenverbrauch der vergangenen Jahrzehnte erfolgte praktisch immer zu Lasten von Äckern, Wiesen und Weiden. Eine weitere, wesentliche Flächenreduktion in der Landwirtschaft halten wir für nicht hinnehmbar.

Wir begrüßen den Niedersächsischen Weg, der in dieser Form bundesweit eine einmalige Vereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Politik ist. Er verpflichtet alle Beteiligten zur Umsetzung konkreter Maßnahmen für einen verbesserten Natur-, Arten- und Gewässerschutz.

Für Achim streben wir einen intensiven Austausch mit den ansässigen Landwirten an. Beispielhaft möchten wir die geführten Gespräche nach unserem social media-Beitrag zum Thema Glyphosat benennen, die von gegenseitigem Verständnis geprägt waren, aber auch mit Missverständnissen auf beiden Seiten aufgeräumt haben. Wir möchten den Dialog zum Spannungsfeld zwischen ökologischem Anbau und auskömmlichem Wirtschaften weiterführen und ein offenes Ohr bieten.

Bei allem Verständnis für die Belange der Bauern werden wir uns aber auch weiterhin für eine Landwirtschaft einsetzen, die weniger CO2 emittiert, weniger Stickstoff in das Grundwasser einträgt, mehr Rücksicht auf Insekten nimmt und sich von der Massentierhaltung verabschiedet. Dabei ist uns bewusst, dass die größten Hebel für diese Veränderungen nicht in Achim, sondern beim Land Niedersachsen, der Bundesregierung und der EU liegen. Grüne werden sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass es Landwirten ermöglicht wird, ökologischer, tierwohlorientierter und dabei wirtschaftlich zu produzieren.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.