Achimer*innen senden ein starkes Zeichen der Solidarität mit der Ukraine

Vielen Dank an alle Helfer, Unterstützer und Teilnehmer, die mit uns und weiteren Vertretern der großen Stadtratsfraktionen am Samstag ihre #solidaritätmitderukraine bekundet und den Opfern gedacht haben. Unser Fraktionsvorsitzender Michael Schröter hat um 12:05 Uhr die richtigen Worte gefunden, die hier noch mal für alle abgebildet werden:

Liebe Mitmenschen, liebe Freunde des Friedens, der Freiheit und der Demokratie.


Danke dass Ihr hier seid. Danke, dass wir hier nicht allein stehen müssen, mit unserer Angst, unserer Wut, unserer Sprach- und Hilflosigkeit.

77 Jahre nach dem Überfall auf Polen hat ein europäischer Diktator mit seinen Truppen das zweitgrößte Land Europas grundlos angegriffen und es gibt furchterregende Parallelen zwischen diesen beiden Kriegen.

Für die meisten von uns war das, was nun geschehen ist, unvorstellbar. Und wir stellen fest das viele der Konstanten in unserem Leben, die uns so normal und so verlässlich schienen, auf einmal sehr zerbrechlich geworden sind.

Ein bisschen fühle ich mich wie in einem Song von Rio Reiser:

Ich hab' geträumt, der Krieg wär vorbei
Du warst hier und wir waren frei
Und die Morgensonne schien
Alle Türen waren offen, die Gefängnisse leer
Es gab keine Waffen und keine Kriege mehr
Das war das Paradies
Der Traum ist aus!
Der Traum ist aus!
Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird.
Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird.

Wir wollten wohl so sehr in einer heilen Welt leben, dass wir großzügig über die Gräueltaten in anderen Ländern hinweg sahen, dass wir Olympische Spiele und Fußball Weltmeisterschaften in Länder vergaben, in den Menschen gefoltert, weggesperrt und getötet werden. Und viele von uns haben gehofft, dass wir diesen Ländern nur lange genug zeigen müssen, wie toll unser demokratisches Zusammenleben ist, dann müsste doch irgendwann der Funke von ganz alleine überspringen. Aber, da haben wir uns getäuscht!

Wir wollten wohl so sehr in einer heilen Welt leben, dass wir großzügig über die Gräueltaten in anderen Ländern hinweg sahen, dass wir Olympische Spiele und Fußball Weltmeisterschaften in Länder vergaben, in den Menschen gefoltert, weggesperrt und getötet werden. Und viele von uns haben gehofft, dass wir diesen Ländern nur lange genug zeigen müssen, wie toll unser demokratisches Zusammenleben ist, dann müsste doch irgendwann der Funke von ganz alleine überspringen. Aber, da haben wir uns getäuscht!

Michael Schröter, Fraktionsvorsitzender der Stadtratsfraktion/Bündnis 90/Die Grünen in Achim

Und doch gibt es selbst in diesen finsteren Tagen Hoffnung.

Denn diese Samen der Demokratie und der Freiheit, die in die Welt gestreut wurden, haben gekeimt und zaghafte Triebe hervorgebracht, auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, beim arabischen Frühling, in Hongkong und und auf dem Majdan in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Doch immer versuchen die Despoten dieser Erde mit aller Gewalt diese zarten Pflanzen, die ihnen eine solche Furcht einflößen, auszureißen und zu zertreten. Und trotzdem stehen immer wieder mutigen Menschen auf und kämpfen für Ihre Menschenrechte.
Ich bin froh, dass wir nicht mehr von den Russen sprechen, die die Ukraineüberfallen haben, sondern den Schuldigen, Wladimir Putin, genau benennen.

Denn auch in Russland gehen Menschen auf die Straße und demonstrieren gegendiesen Krieg der gegen ihr Brudervolk geführt wird. Das ist umso mutiger, weil diese Menschen wissen, dass tausende von ihnen genau für diesen Widerspruchgegen ihren Diktator in die Gefängnisse und Lager Russlands gesperrt werden.


Und so sind wir, bei aller scheinbaren Hilflosigkeit, Teil einer weltweiten Bewegung, die für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung eintritt. Lasst uns diesen Kampf nicht aufgeben. Unterstützen wir uns gegenseitig und über die Ländergrenzen und politischen Differenzen hinweg, im Bemühen um eine freie und gerechtere Welt. Lasst uns dieses Ziel nicht aufgeben, denn unser Traum ist solange nicht aus, wie wir alles geben, dass er Wirklichkeit wird.


Lasst uns jetzt eine Minute in Stille unsere Gedanken zu denen senden, die jetzt gerade um Ihr Leben kämpfen, die um ihre Angehörigen und ihre Heimat bangen, die jetzt unterwegs sind auf der Flucht vor diesem schrecklichen Krieg, in eineungewisse Zukunft.

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