Neues von dem Radschnellweg, den Pop-up-Stores und dem Projekt „Perspektive Innenstadt“

Heute haben wir einen Bericht aus der 6. Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Klimaschutz vom 10.05.22 für Dich. Für uns nahmen Christine Vornholt, Michael Schröter  und Sven Adamietz (als Beratendes Mitglied) an dieser Sitzung teil. Was es so neues vom Radschnellweg, den Pop-up-Stores und dem Projekt „Perspektive Innenstadt“ gibt, erfährst Du hier.

Radschnellweg:

Die CDU hatte beantragt, die Wegeführung in Uphusen zu ändern. Als Grund führte sie Angebliche Verkehrsgefährdungen auf der bisher geplanten Route an und schlug zwei alternativ Routen vor.
Eine der beiden Routen hätte einen so großen Umweg bedeutet, das sie nicht den Förderbedingungen des Radschnellweges entsprach.

Für die zweite  vorgeschlagene Variante war die von der CDU  angeführte höhere Verkehrsgefährdung für uns nicht nachvollziehbar. Im Variantenvergleich der Verwaltung zeigte sich, dass es in der ursprünglichen Planung weniger 90° Kurven und T-Kreuzungen aufweist. Zudem ist die Länge der Strecke und die versiegelte Fläche bei der vorgeschlagenen Alternativroute größer. Der Flächenankauf ist bei dieser Variante ebenfalls noch ungeklärt. Die Strecke hätte lediglich Kostenvorteile. Diese Mehrkosten sind aus unserer Sicht allerdings auf Grund der besseren Umweltverträglichkeit, der kürzeren Strecke und der geringeren Verkehrsgefährdung gerechtfertigt.
Der CDU Antrag wurde mit 5:3:1 abgelehnt. Die Beratungsunterlagen findet Ihr hier.

Rampenplanung Bahnunterführung Uphusen:

Zu dem Thema Radschnellweg Bereich Uphusen stellte die SPD einen Antrag per Tischvorlage.
Dieser befasst sich mit der Treppenanlage an der Bahnunterführung in Uphusen und sieht vor, diese durch ein Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zu Ergänzen und mit den Planungen dafür zu beginnen. 
Da wir als Grüne eine solche Rampe zudem als Einstiegspunkt für Radfahrer aus dem Bereich Uphusen in den Radschnellweg sehen, finden wir diesen Vorschlag grundsätzlich interessant. Allerdings sahen wir hier noch keine Planungsnotwendigkeit und schlugen vor, den Planungsauftrag in einen Prüfauftrag umzuwandeln. Der Prüfauftrag mit 5:3:1 Stimmen beschlossen.

Gescheitertes Projekt Pop-up-Stores:

Nachdem das Projekt „Achim im Wandel!“ für die Vergabe von Flächen für Pop-up-Stores im Rahmen des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt“ fehlgeschlagen ist, schlug die Verwaltung vor, zu prüfen, ob es einen zweiten Versuch nur mit Geldern aus dem städtischen Haushalt geben soll.
Wir Grünen stehen aufgrund der angespannten Haushaltslage und der zahlreichen geplanten Veränderungen in der Innenstadt in den kommenden Jahren einer solchen Förderung kritisch gegenüber, zumal ein Teil dieser Gelder auch den bislang nicht grade investitionsfreudigen Immobilienbesitzern zugute kommen würde, die vergangene Fördermöglichkeiten zum großen Teil ungenutzt ließen.
Die anderen Fraktionen sahen dies ähnlich, und so wurde die Idee vom Ausschuss verworfen.

Beratung des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt“ in Achim mit den nachfolgenden 2 Punkten:

1. Veranstaltung „Achim ohne Grenzen“ (Im Zuge des 50 jährigen Jubiläums der Gebietsreform)
Zur öffentlichen Einweihung des Bronze-Stadtmodells am Hungerbrunnen schlug die Verwaltung eine Veranstaltung mit lokal verankerten Akteuren (Vereine/Gastronomen aus den Ortsteilen) auf dem Baumplatz vor. Die Veranstaltung soll am 3. und 4 September stattfinden und einen verkaufsoffenen Sonntag beinhalten.
Der Ausschuss stimmte dem zu.

2. Beauftragung eines Mobilitätskonzepts für die Achimer Innenstadt.
Für die Verwendung der verbleibenden Fördergelder schlägt die Verwaltung die Erstellung eines  Mobilitätskonzeptes vor. Dadurch sollen zukünftige Mobilitätsbedarfe, die sich aufgrund der baulichen Entwicklungen in Achim und aus den Notwendigkeiten der Verkehrswende ergeben, zielgerichtet und ergebnisorientiert umgesetzt werden können. Hierfür bedarf es eines umfassenden Mobilitätskonzepts in dem die unterschiedlichen Belange zusammengeführt und optimiert werden.
Wir Grüne begrüßen ein solches Konzept ausdrücklich und wiesen darauf hin, dass bei der Elektromobilität darauf zu achten ist, dass die Stadtwerke ihre Ladesäulen Infrastruktur noch dieses Jahr aufgrund von EU-Vorgaben aufgeben/verkaufen wird. Es ist zu prüfen ob und wie das bisherige Angebot gesichert/ausgebaut werden kann. Als Betreiber käme eine städtische oder Kreiseigene Gesellschaft in Frage, denn die Stadtwerke Verden haben ähnliche Probleme. Zu prüfen ist auch, ob die A2O hier einen neuen Geschäftsbereich aufbauen kann.

Auf dem Bahnhof Achim ist der Aufzug an Gleis zwei nicht für Fahrräder geeignet. Auch das sollte im Mobilitätskonzept berücksichtigt werden.
Der Ausschuss stimmte dem Mobilitätskonzept mehrheitlich zu. Es wird der Beschluss zur Beauftragung eines externen Verkehrsplanungsbüros zur Erstellung eines Mobilitätskonzepts für die Achimer Innenstadt gefasst.

Hier findest Du die Beratungsvorlagen.



Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.