Zur geplanten Neuregelung der Straßenbeleuchtung: Teuer und schädlich!

Am Samstag , dem 13. September waren die Achimer Grünen mit dem „Arbeitskreis Licht aus! Nacht an!“ von 9 bis 12.30 Uhr auf dem Achimer Wochenmarkt mit einem Infostand aktiv. Ursprünglich wollten wir vor allem über Lichtverschmutzung informieren und zur Teilnahme an der Earth Night aufrufen, die am 19. September stattfindet. Wegen der geplanten Neuregelung zur Straßenbeleuchtung haben wir auch dazu informiert und uns positioniert.

Unter den 16 teilnehmenden Achimer Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen an der Earth Night ist auch die Stadt Achim. Sie beteiligt sich mit der „Abschaltung von Objekt-Anstrahlungen und der Außenbeleuchtung am Rathaus“. Das ist erfreulich!
Weniger erfreulich ist der geplante Beschluss, der am 16.9. im Umweltausschuss und am 30.9. im Verwaltungsausschuss auf Antrag der SPD gefasst werden soll: „Die Straßenbeleuchtung der Stadt Achim wird vom Nachtabschaltungsbetrieb, mit Ausnahme der Fußgängerüberwege und der Fußgängerzone, auf gedimmten Nachtbetrieb von 22 bis 6 Uhr umgestellt.“

Teuer, klimaschädlich und unverständlich

Nahezu alles spricht gegen diesen Beschluss: Erstens lässt sich jede fünfte Laterne in Achim gar nicht dimmen, würde also die ganze Nacht mit voller Intensität leuchten. Außerdem bewertet die Verwaltung die geplante Umstellung der restlichen Beleuchtung auf gedimmten Nachtbetrieb von 22 bis 6 Uhr selbst als „kritisch“. Aus drei Gründen:

  1. Der Haushalt würde mit etwa 6400 € belastet, und die laufenden jährlichen Kosten um ca. 20.000 € steigen.
  2. Der CO²-Ausstoß würde ansteigen und sich so negativ auf die angestrebte Klimaneutralität auswirken.
  3. Der Arten- und Insektenschutz würde leiden, da die Lichtverschmutzung zunehmen würde.

Begründet wird die angestrebte Neuregelung von der Verwaltung und im SPD-Antrag vor allem mit „mehrfach angebrachter Kritik aus der Bevölkerung an fehlender Sicherheit“. Fakt ist jedoch, dass die Straftaten in Achim nicht gestiegen sind. Auch dieses steht in der Beschlussvorlage. Auch internationale Studien zeigen: Weder Kriminalität noch Unfallzahlen steigen durch die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung.

Zur Earth Night 2023 hatte sich der Stadtrat Achims schon einmal intensiv mit der Straßenbeleuchtung befasst. Damals traf er die Entscheidung: Die Straßenlaternen bleiben eine Stunde länger an. Als Entscheidungsgrundlage für die Abschaltzeiten wurden damals Beschwerden und Anregungen der Bevölkerung ausgewertet, ebenso Stellungnahmen der Polizei, des Senioren- und Behindertenbeirats der Stadt sowie des NABU eingeholt.

Warum dieser Beschluss jetzt revidiert werden soll, bleibt unverständlich. Auch die weitaus meisten Menschen auf dem Achimer Markt schüttelten nur den Kopf über die geplante Neuregelung.

Wir hoffen, dass die geplante Neuregelung keine Mehrheit findet.

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